„Fridays for Future“: Durch Greta Thunberg bekommt Klimaschutz ein Gesicht

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Greta Thunberg (c) Shutterstock

Greta Thunberg und Malala. Mutige Mädchen, die schon im jungen Alter erkannt haben, worauf es wirklich ankommt: Die Welt zu einem besseren Ort machen. Sie kämpfen, geben nicht auf und setzen sich durch. Ihre Vision wird durch die Medien bekannt gemacht. Und dadurch bekommen die Themen Klimaschutz und das Recht auf Bildung für Kinder nicht nur ein Gesicht, sondern finden Gehör in der Politik. Ein richtiger Weg.

Ein 16-jähriges Vorbild

Einige erreichen ihre Weisheit erst im hohen Alter, Greta Thunberg hingegen schon in der Pubertät. Die schwedische Umweltaktivistin setzt sich seit August 2018 mit „Fridays for Future“ jeden Freitag für Klimaschutz ein. Ihre Proteste findet sie persönlich wichtiger, als in die Schule zu gehen. Anderen Schülern empfiehlt sie, selbiges zu tun, mit der Begründung, es habe keinen Sinn, in der Schule für eine Zukunft zu lernen, wenn diese Zukunft schon bald nicht mehr existiere. Ihr Protest hat inzwischen Menschen in der ganzen Welt inspiriert, freitags auf die Straße zu gehen, um für eine strengere Klimapolitik einzutreten – in den Medien wird sie international als Heldin gefeiert. 

Die schwedische Schülerin und Klimaschutz-Aktivistin wurde für ihr Engagement im Klimaschutz mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet, einer der wichtigsten Filmpreise Deutschlands. Bei ihrer Rede nahm sie die anwesenden Stars in die Pflicht. Die 16-Jährige nahm keinerlei Blatt vor den Mund, sondern sagte den Promis ins Gesicht, sie sollten ihrem Platz in der Öffentlichkeit eine größere Rolle zukommen lassen. Denn sie sollten sich bewusst werden, wie viele Follower sie eigentlich hätten und das zum Vorteil nutzen: Nämlich sich für den Klimaschutz einsetzen. „Ich mag es nicht, wenn Menschen das eine sagen und das andere machen“, sagte sie. Auch wurde die Schwedin vom amerikanischen Magazin Time in die Liste der 25 einflussreichsten Teenager des Jahres 2018 aufgenommen.

Feiertag ist kein Grund auf Klimaschutz zu verzichten

Greta Thunberg wird am Karfreitag an einem Schulstreik in Rom teilnehmen. „Ich weiß, dass das ein Feiertag ist, aber weil die Klimakrise nicht in Urlaub geht, werden wir das auch nicht tun“, schrieb die 16-Jährige auf Twitter.

Die Schwedin fordert eine Intensivierung der Klimaschutzbemühungen weltweit und will so lange weiterstreiken, bis ihr Heimatland Schweden die Treibhausgasemissionen um 15 % pro Jahr reduziert. Schweden habe als reiches Land die Verpflichtung, Emissionen schneller zu reduzieren als andere Staaten. Reiche Menschen würden im Luxus auf Kosten der Biosphäre leben. Die Klimakonferenzen sieht sie als eindeutiges Politikversagen. Auf der UN-Klimakonferenz in Katowice sagte sie: „Was ich auf dieser Konferenz zu erreichen hoffe, ist die Erkenntnis, dass wir einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sind. Dies ist die größte Krise, in der sich die Menschheit je befunden hat. Zuerst müssen wir dies erkennen und dann so schnell wie möglich etwas tun, um die Emissionen aufzuhalten, und versuchen, das zu retten, was wir noch können.“

 
 

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